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Montag, 25.09.2017

Beerdigung

Gottesdienstraum der Thomaskirche
(Foto: privat)

"Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn."

(Römerbrief Kapitel 14 Vers 8, Gute-Nachricht-Übersetzung)

Auch der Tod trennt uns nicht von Gott und seiner Liebe. Wir dürfen darauf hoffen, dass der Tod nicht Gottes letztes Wort bleibt, sondern dass das Leben, das von ihm geschaffen wurde, zum Guten vollendet wird.

Wenn ein Mensch stirbt ...

... dann kommt das nicht immer überraschend. Manchmal geht eine lange Krankheit oder ein allmähliches Schwinden der Lebenskraft voraus. Wenn Sie in dieser Zeit als kranker Mensch oder als Angehöriger die Begleitung eines Pfarrers wünschen, scheuen sie sich nicht, per Mail oder telefonisch Kontakt aufzunehmen. Ich komme gern auch ins Haus oder Krankenhaus.

Bei einem Unfalltod oder in einem plötzlichen Notfall wird oft der Dienst des Notfallseelsorgers im Kriseninterventionsteam angeboten. Scheuen sie sich nicht, diesen Dienst in Anspruch zu nehmen. Sie können den Notfallseelsorger auch bitten, einen Kontakt mit dem örtlich zuständigen Pfarrer herzustellen, wenn sie dazu nicht in der Lage sein sollten.

Wenn ein Mensch gestorben ist ...

... kann es gut tun, noch einmal in einer Andacht am Sterbebett Abschied zu nehmen. Tritt der Tod in der Wohnung zu Hause ein, benachrichtigen sie mich bitte, wenn sie eine solche Aussegnung wünschen.

In jedem Fall muss der Tod von einem Arzt festgestellt werden. Es ist ratsam, sich möglichst bald auch mit einem Bestatter in Verbindung zu setzen. Sie legen dann gemeinsam mit dem Friedhof (Rotenberg, Ockershäuser Allee oder Cappel sind für den Richtsberg möglich), dem Bestatter und dem Pfarrer den Termin für eine Beisetzung fest.

Vor der Beisetzung kommt der Pfarrer noch einmal zu einem Besuch ins Haus oder sie kommen zu ihm. Dieses Gespräch dient nicht nur, aber auch der Vorbereitung der Trauerfeier. Es ist hilfreich, wenn man sich als Angehöriger schon ein paar Notizen oder Gedanken zum Lebenslauf des Verstorbenen gemacht hat. Außerdem gehört auch zur Beerdigung ein Bibelwort. Das kann der Tauf-, Konfirmations- oder Trauspruch des/der Verstorbenen sein. Das kann aber auch ein anderer Vers aus der Bibel sein, der ihm/ihr wichtig war oder der den Angehörigen jetzt in dieser Situation wichtig ist. Anregungen finden sie hier. Vielleicht gibt es auch Lieder, die sie für die Beisetzung gern hätten.

Die Trauerfeier/Beerdigung

In der Regel wird ein Gottesdienst in der Friedhofskapelle gehalten und danach der Sarg beigesetzt. Bei einer Einäscherung kann auch zunächst eine Trauerfeier mit Sarg stattfinden und dann, auf Wunsch der Angehörigen, eine Begleitung bei der Urnenbeisetzung durch den Pfarrer zu einem späteren Zeitpunkt.

Danach ...

Am Sonntag nach der Trauerfeier wird bei den Abkündigungen im Gottesdienst um 10 Uhr in der Thomaskirche dem/der Verstorbenen noch einmal namentlich gedacht. Dazu sind die Angehörigen herzlich eingeladen, auch wenn sie selbst nicht zur Gemeinde der Thomaskirche gehören. Das gilt auch für den Gottesdienst am Ewigkeits-/Totensonntag (Sonntag vor dem 1. Advent), in dem noch einmal aller Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres namentlich gedacht wird.

Außerdem ist der Pfarrer auch außerhalb der Gottesdienste zur Begleitung da. Scheuen sie sich nicht, einen Besuch anzufordern.

Wie ist das mit Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind?

Der Wunsch eines Menschen, nichts mehr mit der Kirche und ihren Repräsentanten zu tun haben zu wollen, ist zu respektieren. Für Angehörige ist das sicher nicht immer einfach. Im seelsorgerlich begründeten Einzelfall kann eine Begleitung der Trauerfeier durch den Pfarrer erfolgen, dazu ist allerdings eine persönliche Absprache möglich.

Gerade angesichts dieser Frage kann auch über einen Wiedereintritt in die Kirche nachgedacht werden. Der ist jederzeit möglich. Lebens- und Glaubenserfahrungen verändern sich. Scheuen sie sich nicht, Kontakt aufzunehmen.

Wenn sie Fragen haben ...

Dann können sie gern per Mail, telefonisch oder persönlich Kontakt aufnehmen. Im Internet finden sie unter anderem unter www.trauernetz.de oder auf der Seite der bayrischen Kirche gute Informationen.