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Montag, 25.09.2017

Praktische Umsetzung & Projektinhalt

Für die praktische Umsetzung des Projektes sind eine Mitarbeiterin (BSF) und ein Mitarbeiter (Kirchengemeinde) angestellt, die von zwei Praktikantinnen sowie einer Honorarkraft ergänzt werden, um Mädchen und Jungen bedarfsgerechte Ansprache zu bieten. Ganzjährig ist das „Richtsberg Mobil“ dreimal in der Woche im Stadtteil unterwegs. Das angeschaffte Fahrzeug ermöglicht einen flexiblen Standortwechsel, orientiert an den jeweiligen Treffpunkten der Jugendlichen. Diese werden aktiv in ihren Lebensräumen aufgesucht und durch niedrigschwellige Aktivitäten und Angebote angesprochen (spielerische und sportliche Aktivitäten etc.). Die Beschäftigungs- und Beteiligungsmöglichkeiten orientieren sich dabei an den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppe. Die Angebote sind offen gehalten und nehmen das aktuelle Befinden und aktuelle Themen der Jugendlichen in den Fokus.

Das „Richtsberg Mobil“ bietet die Gelegenheit für den Kontakt zwischen unterschiedlichen Altersgruppen und Kulturen. Die Jugendlichen beteiligen sich aktiv im Projekt, bringen selbst Beschäftigungsideen ein und gestalten mit anstatt zu konsumieren.
Diese Struktur des Angebots ermöglicht den Projektmitarbeitern, Jugendlichen sowohl individuell als auch in der Gruppengemeinschaft Zeit, Beachtung, Aufmerksamkeit und Hilfestellung entgegenzubringen.

Die Kooperation zwischen den beiden Projektpartnern, Ev. Kirche am Richtsberg und Bürgerinitiative für Soziale Fragen e.V., als anerkannte und im Stadtteil verortete Organisationen, führt zu einem Miteinander für den Stadtteil. Durch diese Vernetzung wer- den Jugendliche nachhaltig sowohl im Projekt durch langfristige Begleitung in Schule und Ausbildung als auch in den bestehenden Angeboten beider Träger bedarfsgerecht gefördert. Gerade in der aufsuchenden Jugendarbeit, die sich an gesellschaftlich ausgegrenzte und in der Selbstwahrnehmung als entbehrlich empfundene Kinder und Jugendliche richtet, ist die langfristige Begleitung und Pflege von Beziehungen zwischen Mitarbeitern und Jugendlichen sowie Jugendlichen untereinander von hoher Bedeutung. Hierauf wird im Projekt besonderer Wert gelegt, um tiefgreifende Inklusion auf verschiedenen Ebenen zu gewährleisten.

Dazu trägt auch ein Begleitausschuss bei, der die Projektumsetzung in regelmäßigen Abständen plant und evaluiert. Dieser setzt sich aus Vertreter/innen des Kirchenvorstandes, der BSF und Jugendlichen aus dem Projekt zusammen, sodass sowohl benachteiligte Jugendliche als auch ehrenamtlich engagierte ältere Menschen selbst Verantwortung übernehmen, die Erfahrung der eigenen Selbstwirksamkeit machen und generationenübergreifende Partizipation ermöglicht wird.