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Montag, 25.09.2017

Projektidee & Projektziele

In Stadtteilöffentlichkeit und lokaler Politik wurde seit Jahren gefordert, diesen Heraus- und Anforderungen adäquat zu begegnen. Hier setzt das Projekt „Richtsberg Mobil“, das von der Evangelischen Kirchengemeinde Am Richtsberg mit dem Projektpartner Bürgerinitiative für Soziale Fragen e.V. (BSF) ins Leben gerufen wurde, seit Januar 2012 an. Die Kooperation von kirchlichem und freiem Träger der Jugendhilfe ermöglicht so innovative sozialräumliche und netzwerkbasierte Gemeinwohlorientierung. Ein vom Projektpartner BSF angeschafftes Fahrzeug ist gemeinsam mit Jugendlichen zu einem „mobilen Wohnzimmer“ umgebaut worden und wird seither von ihnen „Richtsberg Mobil“ genannt. Jugendliche, die sich durch stationäre und feste Angebote nicht ansprechen lassen, werden durch mehrere PädagogInnen an ihren Treffpunkten aufgesucht. Anstelle der herkömmlichen Komm-Strukturen in der offenen und kirchlichen Jugendarbeit werden im Richtsberg Mobil bewusst neue Wege hin zu Geh-Strukturen etabliert. Das Ziel des Projektes ist, den Kindern und Jugendlichen zum einen niedrigschwellige Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten und eine positive Freizeitgestaltung zu ebnen, zum an- deren durch die offene Struktur des Projektes langjährige Kontakte aufzubauen und die Kinder und Jugendlichen durch Gesprächsangebote und Hilfestellungen zu unterstützen und zu begleiten. So werden sowohl einheimische Jugendliche als auch schon länger im Stadtteil lebende Migranten sowie kürzlich zugezogene geflüchtete Kinder und Jugendliche angesprochen, unterstützt und miteinander in Kontakt gebracht, sodass nachhaltige Inklusion im Sozialraum Richtsberg ermöglicht und das Gemeinwohl gestärkt wird.

Das „Richtsberg Mobil“ dient als mobiler Jugendraum, ermöglicht die Zugänge zu mehr Jugendlichen des Stadtteils und macht gleichzeitig auf andere Angebote für Jugendliche beider Projektpartner aufmerksam.

Bei Bedarf kann in unsere Beratungs- und Hilfsangebote (z.B. Sucht- und Drogenberatung, Kirchliche Allgemeine Sozial- und Lebensberatung des Diakonischen Werks Oberhessen, Schuldnerberatung und Sozialberatung für Jugendliche der BSF) und die fachlich passenden Angebote anderer Träger weitervermittelt und gegebenenfalls begleitet werden. In regelmäßigen Abständen werden mit den Jugendlichen „Events“ geplant und durchgeführt. Diese niedrigschwellige Präsenz im Stadtteil ist oftmals die erste Kontaktmöglichkeit für neu zugezogene und geflüchtete Kinder und Jugendliche.

Ein wichtiger Projektbestandteil ist die hohe Verortung und Akzeptanz im Stadtteil sowie generationenübergreifende Begegnung, die sich unter anderem in der hohen Spendenbereitschaft älterer Menschen, Kontaktebenen zwischen Jung und Alt sowie umfas- sender Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit (Infobriefe und –veranstaltungen, Mitarbeit in Stadtteilgremien u.a.) äußert.